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Neuestes Wahlbarometer als Aufruf an die Freisinnigen, wählen zu gehen

 

Das gestern publizierte gfs-Wahlbarometer sagt der FDP im Vergleich zu 2007 einen Verlust von 2.5 Prozent Wähleranteil voraus. Im letzten Monat konnte vor allem die SVP stark zulegen (+ 1.3 Prozent). Die Grünliberalen und die BDP sollen die grossen Gewinner der Wahlen werden.

 

Im Bericht der heutigen Solothurner Zeitung wirft Claude Longchamp, Hauptautor des Wahlbarometers, der FDP vor, die Mitte-Rechts-Positionierung habe zu diesem Wählerverlust beigetragen.

 

Der untenstehenden Grafik „Die Fraktionen auf der Links-Rechts-Achse“, welche im Bericht der NZZ vom 7. Oktober 2011 publiziert wurde, kann entnommen werden, dass die FDP ihre Positionierung auch lebt:

 

 

Die FDP ist damit die bürgerliche Alternative zur SVP, die immer mehr zu einer Ein-Thema-Partei wird. Die Freisinnigen wehren sich ebenfalls gegen eine übermässige Zuwanderung, aber ohne dabei die Personenfreizügigkeit und die Bilateralen Verträge, welche stark zum Wirtschaftswachstum in der Schweiz beigetragen haben, aufs Spiel zu setzen. Die FDP fordert die Weiterführung der Kontingentspolitik und härtere Regeln für die Zuwanderung aus Drittstaaten, insbesondere im Bereich des Familiennachzugs.

 

Der vorgenannte Bericht der Solothurner Zeitung stellt die Grünliberalen als „die neue, unverbrauchte liberale Kraft“ dar, „obschon auch bei ihr niemand weiss, wofür sie steht“. Jedenfalls steht sie nicht für Liberalität, wie das Liberalitäts-Rating der NZZ am Sonntag beweist: Während die Freisinnigen sowohl bei der wirtschaftlichen als auch der gesellschaftlichen Liberalität oben aus schwingen, erscheint der erste Grünliberale erst auf Platz 110 bzw. 69.

 

Die CVP bewegt sich in der Grafik typisch für ihre nicht fassbare Politik zwischen links und rechts. Bei ihr weiss man nie, woran man ist.

 

Zur BDP hält die Solothurner Zeitung fest, sie habe sich schlauer positioniert als der Freisinn. Der vorstehenden Grafik kann aber beim besten Willen nicht entnommen werden, worin diese unterschiedliche Positionierung bestehen soll.

 

Die FDP ist nach wie vor die echte bürgerliche und liberale Partei: Lieber das liberale Original wählen, als eine billige Kopie, die nicht hält, was sie verspricht!

 

Das Wahlbarometer zeigt aber auch, dass die FDP ein Mobilisierungsproblem hat und viele Freisinnige nicht wählen gehen wollen. Die SVP hat dank der Mobilisierung im letzten Monat um 1.3 Prozent zugelegt. Überlassen wir die Wahlen nicht unseren Gegnern, sondern gehen wir ebenfalls wählen, am besten noch heute mit der Liste 4, damit die FDP auch in Zukunft eine starke Stimme hat!

Wer im Kanton Solothurn den Grünliberalen die Stimme gibt, wählt im Grunde genommen die CVP: Deshalb sollen die liberalen Wählerinnen und Wähler lieber das Original wählen - die FDP!


Die Listenverbindung zwischen der Grünliberalen Partei (GLP) und der CVP bei den Nationalratswahlen im Kanton Solothurn führt dazu, dass die Wähler der Grünliberalen die CVP im Kampf um den zweiten Sitz unterstützen. Weil die Chancen der Grünliberalen auf einen eigenen Sitz nämlich sehr gering sind, gehen ihre Stimmen vollumfänglich an die CVP.

 

Wer liberal wählen will, wird bei dieser Konstellation aber enttäuscht: Gemäss dem Bericht der NZZ und dem aufgrund des Abstimmungsverhaltens durchgeführten Liberalitäts-Rating sind weder die GLP noch die CVP besonders liberal. Hingegen schwingen die FDP und ihre Politikerinnen und Politiker sowohl bei der wirtschaftlichen als auch der gesellschaftlichen Liberalität oben aus und belegen die vorderen Plätze. Der erste Grünliberale erscheint erst auf Platz 110 bzw. 69. Das nennt man Etikettenschwindel!

 

Betrachtet man die Listenverbindungen der Grünliberalen in anderen Kantonen, ist alles andere als eine klare Linie zu entdecken. Der Tagesanzeiger titelte deshalb: "Die Tuttifrutti-Partei von Martin Bäumle". Im Aargau besteht eine Listenverbindung mit den Grünen und in Graubünden mit der SP. In Zürich gibt's eine Koalition von CVP, BDP und der rechten EDU. In Luzern kommt es zum Kampf GLP/BDP gegen CVP und FDP. Wofür ist sich diese Partei denn nicht zu schade?

 

Um nicht die Katze im Sack kaufen zu müssen, wählt man lieber das liberale Original - die FDP!